Zweiter Vortrag

GA 312/1920-03-22/p023 ·1920-03-22 · original (original)
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Das wird dazu führen, natürlich leicht einzusehen, daß man nun doch, wenn man dann halb geheilt hat, das heißt diese Krankheitserscheinungen hervorgerufen hat, den Kranken nicht seinem Schicksal überlassen kann, sondern daß dann die zweite Partie des Heilungsprozesses erst eintreten muß. Es muß dann wiederum dafür gesorgt werden, daß nicht bloß diese Reaktionen da sind, nicht bloß dasjenige, was man hervorgerufen hat, um die Krankheit abzuwehren, sondern es muß dann dasjenige erfolgen, was wiederum die Reaktion heilt und den ganzen Organismus wieder auf den richtigen Weg bringt. Also man müßte dafür sorgen, daß zum Beispiel dann, wenn als natürliche oder vielleicht auch künstlich hervorgerufene Abwehr gegen die Tuberkuloseanlage Hustenreize hervorgerufen worden sind, Halsschmerzen auftreten oder hervorgerufen worden sind, man dafür sorgt, daß der Verdauungsprozeß, der dann stets etwas von Verstopfungen, Obstipationen aufweisen wird, in Ordnung kommt. Man wird das schon in irgendeiner Weise bemerken, daß dieser Verdauungsprozeß in einen Abführprozeß, in eine Art Diarrhöe übergeführt werden muß. Es ist immer notwendig, daß man den Hustenerscheinungen, auch den Halsschmerzen und dergleichen, solche Diarrhöeprozesse folgen lasse. Das weist eben darauf hin, wie man dasjenige, was einfach im Oberen auftritt, nicht als etwas für sich betrachten darf, wie man sehr häufig auch die Heilung desjenigen, was im Oberen auftritt, durch Vorgänge im Unteren suchen muß, wenn auch keine materielle Vermittlung, sondern nur ein Entsprechen da ist. Das ist etwas, was vor allen Dingen berücksichtigt werden müßte.

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Cite: GA 312/1920-03-22/p023 · edition original