Spiritual Science and Medicine

GA 312/1920-03-24/p007 ·1920-03-24 · original (original)

Auf diese Gegenprozesse gegen die äußere Natur bitte ich Sie überall zu achten. Denn wenn Sie darauf achten, so werden Sie zu einem gründlicheren und gründlicheren Verständnis des wirklichen Menschen kommen. Sie verstehen den Menschen als solchen nicht, wenn Sie ihn abwiegen — das nur symbolisch gesprochen für das andere Untersuchen nach physikalischen Untersuchungsmethoden —, Sie verstehen aber sofort etwas selbst über die Mechanik des Menschen, wenn Sie erwägen, daß das Gehirn sein bekanntes Gewicht hat von, sagen wir durchschnittlich 1300 Gramm, daß es aber nicht mit diesem Gewichte auf die untere Fläche des Schädels drücken kann, denn wir würden sofort alles das, was da an feinen Äderchen sich ausbreitet, zerdrückt bekommen, wenn wir das Gehirn drückend hätten mit seinem eigenen Gewicht. Das Gehirn drückt höchstens mit etwa zwanzig Gramm auf seine Unterlage. Das rührt davon her, daß das Gehirn nach dem bekannten archimedisch-hydraulischen Prinzip einen Auftrieb erfährt, indem es eigentlich in Wirklichkeit im Gehirnwasser schwimmt, so daß die ganze überwiegende Masse des Gehirngewichtes einfach nicht wirkt, sondern durch den Auftrieb aufgehoben wird. Wie da die Schwere überwunden wird und wir nicht in dem physischen Gewichte unseres Organismus leben, sondern in der Aufhebung, in der dem physischen Gewicht entgegengesetzten Kraft, so ist es auch bei den anderen Prozessen des Menschen. Wir leben in der Tat nicht in dem, was die Physis mit uns macht, sondern in dem, was von der Physis aufgehoben wird. Und so leben wir auch in Wahrheit nicht in den Prozessen, welche wahrgenommen werden als Prozesse, die auch in der äußeren Natur sind, die im Pflanzenreiche ihre Endglieder erleben, sondern wir leben von der Aufhebung des Pflanzenwerdeprozesses. Das kommt natürlich ganz wesentlich in Betracht, wenn wir die Brücke schlagen wollen zwischen dem menschlichen Organismus in seinem Kranksein und den Pflanzenheilmitteln.

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