{"corpus":"steiner","locus":"GA 312/1920-03-24/p030","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das sind Dinge, die man auf eine neue Art des Erkennens sich wiederum erobern muß. Wir können natürlich heute nicht den alten Ärzten nachplappern, die noch auf atavistischem Hellsehen gefußt haben; denn wir würden da nicht zu viel kommen. Aber wir müssen uns diese Dinge wieder erobern. Für die Eroberung dieser Dinge ist zunächst die reine materialistische Ausbildung der Medizin, die solche Beziehungen überhaupt nicht sucht, eigentlich ein rechtes Hindernis. Für die heutige Naturwissenschaft und Medizin ist halt das Gehirn ein Eingeweide und ist auch das, was im Unterleib ist, ein Eingeweide. Daß man da denselben Fehler macht eben, wie wenn man sagen würde: positive und negative Elektrizität sind halt dasselbe, sind Elektrizität, das beachtet man gar nicht. Und es ist um so wichtiger, das zu beobachten, weil geradeso, wie zwischen positiver und negativer Elektrizität Spannung entsteht, die sich Ausgleiche sucht, fortwährend im Menschen Spannung vorhanden ist zwischen dem Oberen und dem Unteren. In der Beherrschung dieser Spannung liegt eigentlich dasjenige, was man vorzugsweise auf medizinischem Felde zu suchen hat. Diese Spannung, sie drückt sich auch aus — ich will das heute andeuten, Sie werden das in späteren Betrachtungen hier weiter ausgeführt finden — in den Kräften, die auf zwei Organe konzentriert sind, in der Zirbeldrüse und in der sogenannten Schleimdrüse. In der Zirbeldrüse drücken sich alle diejenigen Kräfte aus, die die oberen Kräfte sind, und stehen gespannt gegenüber den Kräften der Schleimdrüse, der Hypophysis cerebri, die die unteren Kräfte sind. Da ist ein wirkliches Spannungsverhältnis. Würde man aus dem Gesamtbefinden des Menschen immer sich eine Ansicht bilden über dieses Spannungsverhältnis, dann hätte man sehr gute Grundlagen für den weiteren Heilungsprozeß.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Spiritual Science and Medicine","date":"1920-03-24","location":null,"word_count":271,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-03-24/p030","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-03-24/p030"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/312/1920-03-24/p030"}]}