Spiritual Science and Medicine

GA 312/1920-03-28/p018 ·1920-03-28 · original (original)

Nun müssen wir natürlich bei jedem Sinn unterscheiden zwischen dem, was unser Organismus der Außenwelt entgegenbringt, und dem, was die Außenwelt unserem Organismus entgegenbringt. Wir müssen also auf dasjenige hinschauen, was von innen als Vorgänge geschieht dadurch, daß das Blut ins Auge hineinstößt, daß also der Organismus ins Auge hineinwirkt. Das ist noch stärker bei gewissen Tieren, die zu unseren Organen hinzu noch im Auge den Fächer und den Schwertfortsatz haben, also Blutorgane, wodurch das Ego mehr hineingetrieben wird in den Augapfel, während bei uns sich das Ego zurückzieht und den Augapfel innerlich freiläßt. Aber es wirkt da hinein die ganze Organisation auf dem Umwege des Blutes durch das Auge in den ganzen Sinnenvorgang, und da drinnen im Sehvorgang ist gewissermaßen metamorphosiert der Geschmacksvorgang, so daß wir das Sehen ein metamorphosiertes Schmecken nennen können. Wir würden also gewissermaßen oberhalb des Schmeckens und Riechens das Sehen gelagert haben als metamorphosiertes Schmecken (siehe Zeichnung Seite 162).

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