{"corpus":"steiner","locus":"GA 312/1920-04-01/p011","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Es wäre zu wünschen, daß die Menschheit in der Gegenwart sich nicht bloß heranbändigen ließe zur Anerkennung dieser Dinge, sondern daß sie von sich aus diese Dinge sich erarbeitete. Denn sehen Sie, wenn Sie ins Auge fassen, daß das Herzsystem mit den Bildekräften des Wasserstoffes verwandt ist, so werden Sie ohne weiteres auch die Wichtigkeit zugeben, welche das Wasserstoffleben als solches für das ganze Obere des Menschen hat. Denn es wird gewissermaßen mit der Entwickelung des Wasserstoffes nach dem oberen Menschen hin dasjenige, was unten mehr tierisch ist, umgewandelt in das eigentlich Menschliche, in dasjenige, was nach den Vorstellungen und so weiter hingeht. Aber da habe ich Ihnen ja sagen müssen, daß man da zu einem Einfluß kommt, der außertellurisch ist und den wir identifizieren mußten mit dem Blei. Sie erinnern sich, wie wir Blei, Zinn und Eisen als Kräfte bezeichneten, die mit dem oberen Menschen zu tun haben. Die Neigung ist heute noch keine sehr große, so etwas anzuerkennen. Es wird die Neigung noch keine sehr große sein, vom Menschen nach außen zu gehen und in der Bleiwirkung etwas Besonderes zu sehen, was wiederum zusammenhängt mit dem, daß der Mensch durch das Herz sich seinen Wasserstoff bereiten läßt, der dann der Träger ist für die Zubereitung des Denkapparates. Aber das unbewußte Forttreiben der menschlichen Entwickelung bändigt — ich meine jetzt nicht durch irgendeine Agitation, aber das unbewußte Forttreiben der menschlichen Entwickelung bändigt — die Menschheit zur Anerkennung dieser Tatsache heran. Denn daß das Blei irgendwie in der außermenschlichen Natur eine Rolle spielt, wenn wir es auch nur seinen Funktionen nach betrachten, das kann ja der heutige Mensch nicht mehr ableugnen, da er unter den Umwandelungsprodukten des Radiums, die die Wissenschaft festgestellt hat, neben der Abspaltung des Heliums das Blei nun wirklich gefunden hat. Geradeso, wie da das Blei gefunden worden ist, wenn es auch heute noch nicht ganz genau nach seinem sogenannten Atomgewicht stimmt, aber es wird ja schon als Blei angesprochen, so wird das Zinn gefunden werden, so wird von dem, was außermenschlich ist, aber zugleich von der außermenschlichen Natur als Einziges in die menschliche Natur eingreift, das Eisen gefunden werden. Ich meine, es ist notwendig, daß man sich heute nicht nur durch solche Dinge heranbändigen läßt, wie die Röntgenwissenschaft ist, die ja einen wunderbaren Fingerzeig eigentlich abgibt für dieses Herausgehen ins Außermenschliche und das Kommen nicht bloß zu den grobklotzigen Metallen, die uns in der Erde gegeben sind, sondern zu den Metallkräften, die von dem Außertellurischen hereinwirken. Das ist etwas, was heute schon gesagt werden muß. Denn man wird gerade beim Auftreten, ich möchte sagen, der heutigen neuartigen Krankheiten bemerken, daß man auf solche Dinge durchaus Rücksicht zu nehmen hat.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Spiritual Science and Medicine","date":"1920-04-01","location":null,"word_count":443,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-04-01/p011","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-04-01/p011"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/312/1920-04-01/p011","paragraph_aligned":true}]}