{"corpus":"steiner","locus":"GA 312/1920-04-02/p026","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Gerade solche Dinge sind wichtig zu wissen, denn wenn man diese Dinge richtig zu würdigen versteht und die nötige moralische Seelenverfassung hat, dann weiß man, daß diese Dinge selbstverständlich in einem moralischen Leben auf andere Weise gefördert werden müssen als durch diese oder jene Diät. Aber um sich zu belehren über gewisse Naturzusammenhänge, sind solche Dinge außerordentlich wichtig, wie es auch im Kulturzusammenhang wichtig ist, zum Beispiel einmal einen Blick zu werfen auf den sehr niedrigen Zuckergenuß, wie er in Rußland üblich war, und auf den sehr reichlichen der westlichen Welt, der englischen Welt. Da wird man dann finden, daß einfach da, wo die Dinge nicht durch eine seelische Entwickelung paralysiert werden, das Darleben des Menschen sehr deutlich einen Abdruck desjenigen zeigt, was da eigentlich den Menschen zugeführt wird: bei dem Russen, der durch ein gewisses Hingegebensein an die Außenwelt sich äußert, ein geringes Ich-Gefühl hat, das höchstens theoretisch dann ersetzt wird und das mit dem geringen Zuckergenuß zusammenhängt, und dagegen bei dem Engländer, der ein starkes Selbstgefühl hat, das organische Grundlagen hat, das hängt zusammen mit dem starken Zuckergenuß. Es ist aber namentlich hier weniger auf die Tatsache des Genießens zu sehen als auf den Drang. Denn die Tatsache des Genießens entwickelt sich eben aus dem Drang, aus der Sehnsucht des Genießens, und daher ist es wichtig, diese Dinge besonders ins Auge zu fassen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dreizehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-04-02","location":null,"word_count":225,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-04-02/p026","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-04-02/p026"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/312/1920-04-02/p026"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}