{"corpus":"steiner","locus":"GA 312/1920-04-03/p017","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dieses ist die eine Seite. Aber es kann auch sein, daß das Ich zu schwach ist, um sich, wenn es da herausflimmert, zu halten, daß es gewissermaßen als Ich zerbricht, daß nicht sein Korrelat, das physische Gerüste, so sehr Anlaß gibt zum Zerbrechen, sondern daß es selbst Anlaß gibt zum Zerbrechen. Denken Sie, was man da für eine eigentümliche Erscheinung hat! Da hat man gewissermaßen die Erscheinung, daß das Ich so schwach ist, daß Trümmer von ihm im Organismus sich festsetzen. Es ist auch so, daß Trümmer sich festsetzen, weil das Ich schwach ist. Diese Trümmer setzen sich aus dem Grunde fest, weil, wenn der Mensch, der so organisiert ist, einschläft, er nicht imstande ist, das, was da herausflimmert, immer voll mitzunehmen. Es bleibt im Organismus und wuchert als seelisches Ich drinnen. Diese Organismen, die diese Wucherungen des seelischen Ich haben, die dann besonders stark im Schlafzustande auftreten, das sind die Menschen, die zu Geschwulstbildungen neigen. Das ist ein unendlich wichtiger Prozeß, auf den man da hinsieht. Die Menschen, die zu Geschwulstbildungen neigen, das sind solche, die aus dem Grunde nicht ordentlich schlafen, weil bei ihnen Trümmer des Ich zurückbleiben im Organismus, wenn sie einschlafen. Da steht man dann vor diesen IchTrümmern, die die eigentlichen Veranlasser der auch bösartigen Geschwülste sind und die mit dem ganzen Symptomenkomplex, den ich jetzt aufgezählt habe, zusammenhängen. Es ist wirklich so, wie wenn auf der einen Seite Hypochondrie und Stuhlverstopfung stünden und auf der anderen Seite, wenn der Organismus sich nicht dadurch helfen kann, daß der Mensch Hypochonder und verstopfter Mensch wird, dann der Organismus innerlich auswuchert und die bösartigsten Geschwülste auftreten. Wir werden darüber noch weiter zu sprechen haben, jetzt wollen wir nur das Prinzip ins Auge fassen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Vierzehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-04-03","location":null,"word_count":285,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-04-03/p017","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-04-03/p017"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/312/1920-04-03/p017","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}