{"corpus":"steiner","locus":"GA 312/1920-04-05/p006","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Man wird, möchte ich sagen, schön hingewiesen auf die Beziehungen der das Unbewußte vermittelnden Organe des Menschen und der das Bewußte vermittelnden Organe, wenn man gerade auf so feine Massagen, wie die Milzmassage innerlich und äußerlich ist, etwas aufmerksam wird, denn dadurch kommt man auf die Bedeutung der Massage, wenigstens versteht man die ganze Bedeutung der Massage leichter. Die Massage hat eine gewisse Bedeutung, und sie hat auch unter Umständen eine stark heilende Wirkung, obwohl sie vor allen Dingen wirkt auf das Regulieren der thythmischen Tätigkeit im Menschen. Sie wirkt vorzugsweise auf das Regulieren der rhythmischen Tätigkeit im Menschen. Aber man muß, wenn man mit Erfolg massieren will, den menschlichen Organismus gut kennen. Sie werden geführt werden auf den Weg, wenn Sie etwa folgendes überlegen. Denken Sie einmal an den ungeheuren Unterschied, der für die menschliche Organisation — nicht für die tierische, aber für die menschliche Organisation — besteht zwischen Armen und Beinen. Die Arme des Menschen, die entlastet sind von dem Eingeschaltetsein in die Schwere, die frei sich bewegen, diese Arme des Menschen, sie haben ihren Astralleib in viel loserer Verbindung mit dem physischen Leib als die Füße des Menschen. Bei den Füßen des Menschen ist der Astralleib in einer sehr innigen Verbindung. Man möchte sagen: Bei den Armen wirkt der Astralleib mehr durch die Haut von außen nach innen. Er hüllt ein die Arme und Hände, und er wirkt von außen nach innen, er wirkt in einem gewissen Sinne einhüllend. In den Beinen und Füßen wirkt der Wille durch den Astralleib außerordentlich stark zentrifugal, außerordentlich stark ausstrahlend von innen nach außen. Dadurch ist ein so beträchtlicher Unterschied zwischen Armen und Beinen. Und die Folge davon ist, daß, wenn man eines Menschen Beine und Füße massiert, man dann im Grunde eine ganz andere Tätigkeit ausübt, als wenn man des Menschen Arme und Hände massiert. Wenn man des Menschen Arme massiert, so zieht die Massage das Astralische aus dem Äußeren in das Innere. Die Arme werden dadurch viel mehr, als sie es sonst sind, Willensapparate, und es wird dadurch regulierend gewirkt auf den inneren Stoffwechsel, der zwischen Darm und Blutgefäßen verläuft. Also mehr auf die Blurbildung wird gewirkt, wenn man die Arme und Hände massiert. Massiert man mehr Füße und Beine, so wird das Physische mehr da in ein Vorstellungsgemäßes umgewandelt, und man wirkt regulierend auf denjenigen Stofwechsel, der mit den Entleerungs- und Ausscheidungsprozessen zusammenhängt, also mit demjenigen, was Entleerungs-, Ausscheidungsprozesse sind. Gerade an dieser Fortsetzung der Massagewirkungen, in einem Fall von den Armen ausgehend mehr auf das innere, aufbauende Gebiet des Stoffwechsels, im anderen Fall in den Wirkungen auf das abbauende Gebiet, sieht man, ein wie kompliziertes Wesen dieser menschliche Organismus eigentlich ist. So werden Sie finden, wenn Sie die Sache rationell untersuchen, daß in der Tat jede Stelle des Körpers einen gewissen Bezug auf andere Stellen des Körpers hat und daß darauf gerade die Massagewirkung beruht, daß man dieses innere Wechselwirken mit dem Organismus in entsprechender Weise durchschaut. Massieren des Unterleibes wird immer wohltätige Folgen haben können sogar für die Atmungstätigkeit. Das ist von besonderem Interesse, daß eben die Massage des Unterleibes für die Atmungstätigkeit einen besonders guten Einfluß hat. Und zwar, je weiter man da geht von oben nach unten, wenn man massiert unmittelbar unter der Herzgegend, wird die Atmung stärker beeinflußt, wenn man weiter hinuntergeht, werden mehr die Halsorgane beeinflußt. Es geht umgekehrt, je weiter man hinuntergeht, desto mehr werden die Organe, die nach oben gelegen sind, beeinflußt beim Massieren des Rumpfes. Dagegen wird zum Beispiel immer eine Massage der Arme verstärkt werden dadurch, daß man ganz oben den Rumpf mitmassiert. Das sind Dinge, die eben den Zusammenhang der einzelnen, ich möchte sagen, Glieder des menschlichen Organismus veranschaulichen. Wir sehen ja, daß ganz besonders diese Wechselwirkung des unteren und des oberen Menschen, überhaupt der Glieder des menschlichen Organismus, die manchmal ganz fern voneinander liegen, aber zusammengehören, auftritt bei solchen Dingen, wie zum Beispiel bei der Migräne.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Sechzehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-04-05","location":null,"word_count":650,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-04-05/p006","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-04-05/p006"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/312/1920-04-05/p006"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. 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