{"corpus":"steiner","locus":"GA 312/1920-04-07/p013","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Genau dasjenige, was hier vorgeht für das Pflanzenleben — ich meine jetzt zunächst in dem Äußeren der Erde —, das geht vor in dem Äußeren der Erde für das äußere Leben der Tiere und des Menschen selber. Auch da wirken auf Menschen und Tiere außen gewisse Kräfte ein, die aus dem außerirdischen Kosmos kommen und die entgegenwirken den Kräften, die von innen kommen (siehe Zeichnung Seite 330, orange). Die Kräfte, die von dem Innern der Erde kommen, die sind für den Menschen lokalisiert in gewissen Organen des oberen Menschen, während die Kräfte, die von außen hereinströmen, lokalisiert sind beim Menschen in Organen, die dem Unterleib angehören. Wiederum muß, wenn ich so sagen darf, eine Scheidewand zwischen diesen beiden Betätigungen, die hier in Betracht kommen, geschaffen werden. Die normale Regelung dieser Scheidung ist bewirkt durch die Milztätigkeit des Menschen. Wir sehen auch da wiederum den Rhythmus in dem menschlichen Organismus tätig. Nur ist dieser Rhythmus jetzt ein anderer als der Atmungsrhythmus. Der Atmungsrhythmus erfolgt in kleinen Schwingungen und läuft durch das ganze Leben des Menschen, muß in Ordnung sein, damit nicht obere Krankheiten entstehen oder solche Krankheiten, die nur mit dem Oberen des Menschen zu tun haben. Denn es können auch im Oberen des Menschen Krankheiten sein, die von unten verursacht werden, weil ja die Verdauung sich nach oben erstreckt und ebenso auch nach unten. Das muß unterschieden werden. Wir können uns nicht schematisch den Menschen gegliedert denken, sondern die einzelnen Glieder einander durchdringend. Aber es muß eine Scheidewand sein zwischen dem, was von oben aus wirkt, wie wenn es von der Erde her käme, und dem, was von unten heraufwirkt, wie wenn es aus dem himmlischen Raum käme. Wir schicken in der Tat den Kräften, die aus unserem oberen Menschen kommen, die Kräfte unseres unteren Menschen entgegen, und ein geregelter Rhythmus für jede einzelne menschliche Individualität muß bestehen zwischen beiden, der sich ausdrückt in dem richtigen Verhältnis zwischen Wachen und Schlafen. Jedesmal, wenn wir wachen, ist in einer gewissen Weise der eine Ausschlag dieses Rhythmus da, wenn wir schlafen, ist der andere Ausschlag dieses Rhythmus da. In diesen Rhythmus Wachen-Schlafen, Wachen-Schlafen ordnen sich, wie kleinere Wellenberge des Rhythmus bewirkend, andere rhythmische Abläufe ein, welche einfach dadurch herbeigeführt werden, daß wir auch im Wachzustande mit unserem Oberen des Menschen wachen und mit unserem unteren Menschen schlafen. Es findet eine fortwährende rhythmische Tätigkeit zwischen dem oberen und dem unteren Menschen statt, die nur, ich möchte sagen, in größeren Rhythmen eingefangen wird durch die Abwechslung von Wachen und Schlafen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Achtzehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-04-07","location":null,"word_count":416,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-04-07/p013","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-04-07/p013"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/312/1920-04-07/p013","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}