{"corpus":"steiner","locus":"GA 312/1920-04-07/p019","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dagegen ist ein etwas Komplizierteres vorhanden in einem anderen Falle. Natürlich, alle rhythmische Tätigkeit des Menschen ist so, daß, trotzdem jeder einzelne Rhythmus für sich eine Einheit bildet, der fortdauernd kontinuierliche Rhythmus in der Atmung seinen gröbsten Ausdruck bekommt und auch derjenige Rhythmus, der dann beeinflußt wird von dem Schlafen-Wachen-Rhythmus, sie alle zusammen wieder eine Einheit in dem ganzen rhythmischen System des Menschen bilden. Und es kann der Fall eintreten, daß dadurch, daß der obere Rhythmus, der Kopf-Brust-Rhythmus, schwach wird, sich der untere Rhythmus relativ zu stark geltend macht. Dann, wenn der obere Rhythmus zu schwach wird, also schon aus seiner richtigen Lage draußen ist, dann hat er eine Neigung, sich durch den unteren Rhythmus noch unregelmäßiger machen zu lassen, und dann wirkt der untere Rhythmus, der ausgeht von der Milztätigkeit und noch anderen Tätigkeiten, auf die wir noch zu sprechen kommen werden, zu stark nach oben, und dadurch wird die Disposition dazu geschaffen, daß gewissermaßen ° eine Hypertrophie des oberen Verdauungsprozesses hervorgerufen wird mit all ihren Folgeerscheinungen. Und wiederum wird eine besonders günstige Sphäre geschaffen für die Lebensbedingungen gewisser niederer Organismen. Das ganze Bild, das dann auftritt, ist das, daß sich in die obere Organisation entzündliche und auch Lähmungserscheinungen einschleichen, daß sich aber in dieser oberen Organisation sogar die Anfänge von organischen Mißbildungen, organischen Neubildungen zeigen — kurz, wir haben das Krankheitsbild der Diphtherie. Es ist, ich möchte sagen, eine Art Durchbruch von unten nach oben, entgegengesetzt dem Typhusdurchbruch, der von oben nach unten erfolgt, und es ist im wesentlichen hervorgerufen durch das, was ich geschildert habe.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Achtzehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-04-07","location":null,"word_count":258,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-04-07/p019","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-04-07/p019"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/312/1920-04-07/p019","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}