{"corpus":"steiner","locus":"GA 312/1920-04-07/p021","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Es ist sehr notwendig, daß vor allen Dingen der Blick geschärft werde für dieses Zusammenschauen des Menschen, erstens in bezug auf die Wechselwirkung seiner eigenen Glieder und in bezug auf die Wechselwirkung desjenigen, was in ihm ist, mit der außermenschlichen und sogar mit der außerirdischen Natur. Ich möchte natürlich durchaus nicht, daß durch solche Dinge gerade Horoskopstellerei und dergleichen, die ich in vieler Beziehung, wie sie heute auftritt, für den größten Unfug halte, überhandnimmt, aber es genügt schon, wenn man das Bewußtsein hat, wovon solche Dinge herkommen. Wir werden namentlich sehen, wie für den Heilungsprozeß dieses Bewußtsein notwendig ist. Denn es kommt ja dabei wirklich weniger an darauf, ob wir sagen können: Durch die Quadratur dieses Sternes mit jenem Stern wird das oder jenes hervorgerufen. — Das kann uns unter Umständen für eine kosmische Diagnose nützen, aber darauf kommt es nicht an, sondern darauf kommt es an, daß man heilen kann. Da werden wir eben von unserer heutigen Betrachtung dann morgen übergehen zu der Betrachtung derjenigen Substanzen in der außermenschlichen Natur, die Abwehrsubstanzen sind, Abwehrkräfte enthalten für dasjenige, was in dieser Weise hereingeschickt wird in den menschlichen Organismus. Es wäre überhaupt notwendig, daß in dieser Beziehung dieses Erkennen des oberen Menschen und des unteren Menschen mehr Platz griffe in der ärztlichen Wissenschaft, denn ich meine, aus der Kraft dieses Erkennens würde ein Zusammenwirken der Ärzte im Interesse der menschlichen Gesundheit hervorgehen. Wenn sich der Arzt spezialisiert, so verliert er das Interesse für den Gesamtmenschen. Nun will ich gar nicht sagen, daß sich der Arzt nicht spezialisieren soll, weil einfach die Techniken, die auftreten im Laufe der Zeit, diese Spezialisierungen bis zu einem gewissen Grade hervorrufen. Aber wenn die Spezialisierung eintritt, so soll ja wiederum, ich möchte sagen, die Zusammenwirkung, die Sozialisierung der sich spezialisierenden Ärzte immer größer und größer werden.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Achtzehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-04-07","location":null,"word_count":300,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-04-07/p021","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/312/1920-04-07/p021"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/312/1920-04-07/p021","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}