Zur Psychiatrie

GA 314/1920-03-26/p017 ·1920-03-26 · original (original)
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Allerdings, es wird das, was ich hier meine, auf eine recht breite Basis gestellt werden müssen. Denn schließlich liegt es auch für das übrige Krankheitswesen so, daß ein großer Unterschied ist, ob von irgendeinem Komplex ein schwaches Individuum befallen wird oder ein starkes, robustes Individuum. Nehmen wir an, zwei Menschen leben von einem bestimmten Lebensalter an nebeneinander, haben miteinander zu tun. Der eine aber hat von seiner Jugend und Abstammung her noch eine robuste Bauernnatur, der andere stammt drei Generationen her von lauter Stadtmenschen ab. Da kann derjenige, der die gesunde Bauernnatur in sich hat und etwas verträgt von inneren Schädigungen, unter Umständen einen Komplex von viel stärkerem Maße in sich tragen, aber er verträgt es, er wird nicht krank. Der andere, der ihn eigentlich nur ganz durch eine psychische Ansteckung, durch eine Imitation, durch das, was immer von Mensch zu Mensch vorhanden ist, hat, der verträgt schon die Wirkung nicht.

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