{"corpus":"steiner","locus":"GA 314/1922-10-27/p022","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Sie sehen, auch da handelt es sich wiederum wirklich nur darum, daß man sich der Mühe unterwirft, unsere wunderbaren naturwissenschaftlichen Ergebnisse nicht einfach auf einem bestimmten Punkte liegen zu lassen, sondern sie aufzunehmen, zu verfolgen und fortzusetzen. Ich bin für meine Auffassung und Lebenserfahrung davon überzeugt: Wenn Sie sich heute hinsetzen würden und einfach dasjenige, was empirisch in der orthodoxesten Wissenschaft vorliegt, durchnehmen, und das Nächste mit dem Entferntesten zusammenbringen, wenn Sie darauf eingehen, wie die Dinge zusammenhängen, daß Sie dann restlos auf die Dinge hingewiesen werden, die ich hier auseinandersetze. Ich bin ganz voll überzeugt davon, daß Ihnen alle Okkultisten, die Sie studieren, überhaupt diejenigen, die nach dem Schnitte sind, was man heute so Okkultisten nennt, nichts helfen, daß Ihnen zu dem, was hier gemeint ist, viel mehr helfen kann eine wirkliche Verfolgung des empirischen Tatbestandes, wie er in der orthodoxesten Naturwissenschaft vorliegt. Die Naturwissenschaft selber führt Sie dahin, das anzuerkennen, was allerdings nur übersinnlich geschaut werden kann, aber von dem aus man hingewiesen wird: Man soll den empirischen Tatbestand nach dieser oder jener Richtung hin verfolgen. Die Methoden können Sie sich schon selber finden, Sie werden genötigt sein, sie durch die Tatbestände auszubilden. Es ist gar nicht nötig, daß man sich beschwert darüber, daß man durch diese regulativen Prinzipien jemanden voreingenommen macht oder ihn suggestioniert. Die Dinge ergeben sich ganz aus der Sache selber, aber es ergeben sich eben dann, ich möchte sagen, komplizierte Tatbestände. Und um nun die Sache weiter zu verfolgen, hat man folgendes nötig: Man hat alles dasjenige, was man in dieser Art erkennen lernt über den Menschen, nun wiederum in einem Zusammenhang mit der Außenwelt zu untersuchen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zweiter Vortrag","site_heading":null,"date":"1922-10-27","location":null,"word_count":273,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/314/1922-10-27/p022","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/314/1922-10-27/p022"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/314/1922-10-27/p022","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}