Zweiter Vortrag

GA 314/1924-01-01/p009 ·1924-01-01 · original (original)
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Das Antimon hat seine eigentliche Wirksamkeit zwischen dem Sexualtrakt und dem Atmungstrakt. So daß man also alles dasjenige, was in der menschlichen Organisation zwischen diesen beiden Trakten liegt, mit dem Antimon erfassen kann; das übrige nur insofern natürlich, als die Wirkung eines Traktes in die Gesamtorganisation ausstrahlt. Aber spezifisch den Sexualtrakt mit irgend etwas, was ihm fehlt, zu erfassen mit dem Antimon, das ist eigentlich nicht möglich. So daß natürlich Folgeerscheinungen der luetischen Erkrankungen sehr gut einmal mit Antimon behandelt werden können, aber ursprünglich Lues, also Syphilis zu behandeln mit Antimon, wird gewiß nicht zu einer vollständigen Ausheilung führen. Das Antimon erfaßt eben die ausgesprochene mittlere Organisation des Menschen, den ganzen Verdauungstraktus, den Übergang des Verdauungstrakts in den Zirkulationstrakt und natürlich auch jenen Teil der Zirkulation, der dann in die Sexualorgane übergeht. Aber es ist ausgesprochen auf diesen Trakt beschränkt.

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Cite: GA 314/1924-01-01/p009 · edition original