Zweiter Vortrag

GA 314/1924-01-01/p024 ·1924-01-01 · original (original)
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Sie meinen bei der hereditären Lues? Bei der Lues beim Kinde, da liegen die Verhältnisse natürlich absolut anders. Und beim Kinde, wenn Sie rechtzeitig diagnostizieren können, werden Sie gerade mit einer Arsenkur, aber nicht mit der Salvarsankur, sondern mit der Arsenkur etwas erreichen, wobei Sie das Arsen in seiner stärkeren Verdünnung anwenden und womöglich durch Versetzung mit Milchsäure oder ähnlichem weit genug im Körper vorwirken lassen. So werden Sie da sehr günstige Erfolge gerade beim Kinde haben können. Denn die hereditäre Lues ist eigentlich nicht eine Syphilis, sondern die hereditäre Lues unterscheidet sich dadurch von der Syphilis, daß die Syphilis unter den menschlichen Organisationsgliedern, namentlich beim Erwachsenen, wenn sie durch Infektion aufgetreten ist, ihre wesentliche Auswirkung im ätherischen Leib hat. Das Hereditäre geht nur in den physischen Leib über und ist dann nicht im ätherischen Leib. Und Sie können daher, wenn Sie den astralischen Leib stark anregen durch Arsen, das überführen auf den ätherischen Leib, und dann bekämpfen Sie es wirklich ganz rationell im physischen Leib. Die Schwierigkeit bei der hereditären Lues liegt eben darinnen, daß man gründlich ruiniert hat dasjenige, was für irdische Mittel so schwer zugänglich ist.

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Cite: GA 314/1924-01-01/p024 · edition original