Zweiter Vortrag

GA 314/1924-01-01/p039 ·1924-01-01 · original (original)
This passage is not Rudolf Steiner — Dr. Palmer. A labelled turn in a transcript, spoken by Dr. Palmer — NOT Rudolf Steiner. Verbatim, but do not attribute it to him.
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

> Dr. Palmer: Dieser Fall, den wir damals behandelt haben und dessen Therapie allgemein bekanntgeworden ist, bezog sich auf einen ganz frischen Fall von Arthritis deformans. Es war bei Frau X., wo nach vier- bis fünfwöchiger Behandlung mit einprozentigem Phosphoröl und vier bis fünf Prozent Stannumverreibung alle Symptome, die vorher anderweitig in Kliniken behandelt waren, zurückgingen. Die Patientin hat auch damals Heileurythmie noch neben der medikamentösen Heilung durchgemacht. Bei den Fällen, die zu uns in die Klinik kamen und wo wir dieselbe Therapie angewendet haben, haben wir natürlich nicht dieselben Erfolge gehabt, wie wir sie bei diesem frischen Fall hatten. Ein kleiner Junge, der bereits mit dem dritten, vierten Lebensjahr dies bekam, wurde auch mit Phosphoröl und Stannum behandelt, wir mußten aber zur Verstärkung der Wirkung auch noch Einspritzungen mit Levicowasser machen. Dieser Junge hatte damals ein ganz akutes entzündliches Stadium von Arthritis deformans in seiner Hüfte, und da sind auch die Symptome alle zurückgegangen, vollkommen schmerzlos geworden. Selbstverständlich war die Zerstörung in den Gelenken und die Zerstörung des Knorpels bereits derartig groß, daß in diesem Falle an eine Wiederherstellung der Gelenksbewegungsfähigkeit nicht mehr zu denken war.

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Cite: GA 314/1924-01-01/p039 · edition original