{"corpus":"steiner","locus":"GA 314/1924-04-21/p011","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Die Anschauung des Arztes muß also darauf hinausgehen, zu fragen: Wie bringe ich es dahin, wenn ich sehe, daß irgendeine Krankheit mit Trübung des Bewußtseins verbunden ist, wie bringe ich es dahin, dies zu verhindern? Ich muß das zu starke Eingreifen von Ich und astralischem Leib verhindern. — Oder, wie bringe ich es dahin, den astralischen Leib stärker zum Eingreifen zu bringen, wenn er zu schwach eingreift? — Und sehen Sie, da kommen wirklich die Dinge, die uns darauf hinweisen, wie gerade in der Medizin die Denkweise, die Denkungsart eine außerordentlich große Rolle spielt. Denn gewiß, man muß die Heilstoffe, die Heilmittel kennenlernen. Aber natürlich werden Sie mit Recht fragen, wie kommt man dazu, die Heilmittel kennenzulernen? Und man kann sie nicht kennenlernen, wenn man nicht zuerst im Geistigen erlebt das, was im Menschen wirklich vorgeht. Nun sehen Sie, um das zu erleben, was im Menschen wirklich vorgeht, dazu ist notwendig eine gewisse Denkungsweise. Und das wollte ich prinzipiell einleitungsweise sagen, daß eine gewisse Denkweise schon den Arzt durchdringen muß. Man muß zunächste zum Beispiel, ich möchte sagen, von mehr Außerlich-Natürlichem ausgehen. Es muß zunächst dem Arzte klar sein: Ja, all das, was man Wärme, Licht und so weiter nennen kann, das ist eigentlich in zweifacher Weise vorhanden. — Sehen Sie, zunächst, wenn Sommer ist, kommt von der Sonne Licht und Wärme zur Erde hernieder, da ergreift Sonnenlicht und Sonnenwärme das, was auf der Erde sprießt, sproßt, ins Blütenhafte, ins Fruchtende geht. Und eigentlich sind uns das Blühende und Fruchtende im wesentlichen interessant dadurch, daß sie die Träger sind für Sonnenlicht und Sonnenwärme,","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Ansprache","site_heading":null,"date":"1924-04-21","location":null,"word_count":263,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/314/1924-04-21/p011","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/314/1924-04-21/p011"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/314/1924-04-21/p011","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}