Besprechungen mit praktizierenden Ärzten I
In einem solchen Falle wird man versuchen müssen, zu untersuchen, ob nicht die Lunge - die Sache hat natürlich nicht da ihre Ursache - an irgendeiner Stelle zu wenig Platz hat, vielleicht dadurch, daß sie ausgeweitet ist. Und man wird schon in diesem Falle im Bereich der Lungenentfaltung nach vorne irgend etwas finden. Und da wird es sich darum handeln, daß man höchstwahrscheinlich für diese Schrumpfung - es ist ein Schrumpfungsprozeß — Weiterungen in irgendeinem Lungenbereich, Ausdehnungen findet. Vielleicht ist es nicht im Lungenbereich; es könnte sogar im Knochen irgendeiner der Rippen sein. Das wird man suchen müsser, Dann wird es sich darum handeln, etwas zu verwenden, was geeignet ist, die Formation des menschlichen Körpers auszugleichen. Nun haben wir einen Stoff, der sich in ganz vorzüglicher Weise eignet, Traumatik auszugleichen. Das ist Tabak. Injiziert in Verdünnung erweist er sich als das, was Deformationen ausgleicht. Handelt es sich darum, daß man das Mittel zur freien Wirkung im Organismus bringen soll, muß man dazu Phosphor anwenden. Dann wird man auf diese Weise ganz sicher Heilungsprozesse erzielen können. Man kann unbedingt sagen, man werde Heilungsprozesse erzielen, wenn der Betreffende unter achtundzwanzig Jahren alt ist. Aber es ist nicht ausgeschlossen, besonders bei Frauen, daß auch noch im späteren Alter Heilungsprozesse erzielt werden. Und wenn man sehr hartnäckige Naturen hat, die sehr widerstreben, müßte man diese dazu bringen, daß sie künstlich aufgeheitert werden, daß man ihre Wachstumskräfte, ihre Vitalkräfte etwas aufheitert und auf diese Weise die Wirkung fördert. Das ist, was ich meine, daß man in einem solchen Falle machen könnte.
Cite:
GA 314/1924-04-22/p034 · edition original