Besprechungen II
Nun wird die Sache so sein, daß man einfach sagen kann — ja, so werden viele Leute sagen —, man sollte nicht den Leuten gleich kommen mit Astralleib und Ätherleib. Aber wenn man den Leuten nicht damit kommt, ist gar kein Grund da, überhaupt zu glauben, daß hier irgend etwas Neues vorliegt. Die Leute glauben, es ist hier nur ein klein wenig das eine oder andere geändert, es wird hier ebenso wie anderswo gemacht, es ist höchstens so ein kleiner Fortschritt. So ist es nicht! Und das muß mit aller radikalen Deutlichkeit vor die Leute hingestellt werden. Wenn man zeigt, daß es nicht abstrakte Dinge sind, sondern in diesen vielen ganz konkreten Einzelfällen hinweist, wie die Einzelfälle beschaffen sind, und dann zeigt, wie die Diagnose in die Therapie hineinläuft, und wie, sobald die Therapie angewendet wird, die Heilung fortschreitet: ist es doch so, daß das verstanden werden muß, sonst müßte man überhaupt am Verstehenkönnen der Menschheit verzweifeln. Ich bin vollständig überzeugt, daß nur diese Methode uns helfen kann: ganz mutig und kühn die Dinge sagen.
Cite:
GA 314/1924-04-23/p065 · edition original