{"corpus":"steiner","locus":"GA 314/1924-04-23/p068","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Man hat es beim Karzinom überhaupt damit zu tun, daß an einer Stelle der Organisation, wo keine Veranlassung ist, ein Sinnesorgan hervorzurufen, ein Sinnesorgan hervorgerufen wird. Nehmen Sie die, ich möchte sagen, radikalste Sinnesorganisation — nur um die Sache einzusehen —, nehmen Sie das Auge. Wodurch kommt das Auge zustande? Sie wissen, es ist eigentlich halb von außen gebildet; es ist dem Organismus eingegliedert. Der Organismus spart von sich aus grob gesprochen die Augenhöhle aus. Dann wird das Auge eingelagert. Damit ist angedeutet, daß in der Bildung des Auges im wesentlichen außermenschliche Prozesse wirken. Das Auge wird nur umfaßt vom Menschen. Wenn wir so ein eklatantes Sinnesorgan haben wie das Auge, können wir sagen: Es wird dem menschlichen Organismus ein Fremdkörper eingegliedert. Das ist radikal gesprochen, weil es so ganz ungewohnt ist. Es würde nie aus dem menschlichen Organismus heraus so etwas wie die Form der Linse oder des Glaskörpers, oder die substantielle Zusammensetzung der Linse oder des Glaskörpers erfolgen. Nun das alles, was sich da einlagert, was zum Teil sogar noch beim Auge ätherische, nicht bloß physische Einlagerung ist, das wird umfaßt durch den astralischen Leib und die Ich-Organisation, die eigentlich möglichst emanzipiert sind vom Physischen und Atherischen beim Auge. Beim Auge ist ein ganz anderer Zusammenhang zwischen Ich, Astralleib, Atherleib und physischem Leib als, sagen wir, bei einem Stück Muskel. An einem Stück Wadenmuskel sehen Sie eine sehr innige Zusammenfügung von Ich, Astralleib, Atherleib und physischem Leib. Es ist die normale Konstitution in der Zusammenfügung darin. Wenn ich nach Art einer chemischen Formel schreiben würde, beim Auge ist das so, daß eng aneinander gebunden sind Ich und Astralleib (siehe Zeichnung I und A), ebenso sind die beiden andern intensiv aneinander gebunden! Lose Affinität ist zwischen Ätherleib und Astralleib. Das ist nur so beim Auge der Fall.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Besprechungen II","site_heading":null,"date":"1924-04-23","location":null,"word_count":298,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/314/1924-04-23/p068","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/314/1924-04-23/p068"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/314/1924-04-23/p068","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"authorship":{"kind":"dialogue","is_steiner":null,"note":"Q&A / discussion session: interleaves participants' questions with Steiner's answers. A given passage may be a questioner, not Steiner — confirm the speaker before quoting."},"attribution_warning":"Q&A / discussion session: interleaves participants' questions with Steiner's answers. A given passage may be a questioner, not Steiner — confirm the speaker before quoting."}