Dritter Vortrag

GA 315/1921-04-14/p020 ·1921-04-14 · original (original)
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Und nun gehen wir über zum Beispiel jetztzum U-Laut. Dahaben wir ja gestern gesagt, eristderjenige Laut, den wirtherapeutisch verwenden, wenn der Mensch nicht stehen kann. Sie haben das gestern gesehen; es ist derjenige Laut, welcher in einer gewissen Beziehung dadurch schon in seiner Formung ausdrückt diese seine physiologisch-pathologische Beziehung, welcher schon in seiner Formung als Sprachlaut ausdrückt,[^3] daß das U ja gesprochen wird beim höchsten Grad des Zusammenschlusses des Mundes, der Zahnspalten, etwas vorgestreckten Lippen, so aber, daß die Mundspalte verengert wird und diese Lippen vibrieren dann. Sie sehen daraus, daß es eine beim Sprechen wesentlich äußere Bewegung ist, die man sucht im U. Es ist am stärksten versucht, das Bewegliche im Aussprechen des U heraus zu charakterisieren. Daher tritt beim eurythmischen U physiologisch das Gegenteil ein, das Hervorrufen der Standfestigkeit, was ja dann auch beim U[^4] in der Kunst-Eurythmie wenigstens angedeutet vorhanden ist.

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Cite: GA 315/1921-04-14/p020 · edition original