Zweiter Vortrag
Nun möchte ich heute gewissermaßen die Materie von gestern so fortsetzen, daß ich Ihnen über die Eigentümlichkeiten der einzelnen menschlichen Glieder spreche. Sie wissen, ich habe gestern darauf aufmerksam gemacht, daß wir den ganzen Menschen doch nur so betrachten können, daß wir in ihm unterscheiden den physischen Leib, diesen physischen Leib aber in unmittelbaren Zusammenhang bringen mit alldem, was im Menschen in festen Konturen vorgestellt werden kann. Dann haben wir dasjenige, was ich nennen möchte den flüssigen Organismus. Dieser flüssige Organismus ist durchzogen, durchsetzt von den Kräften des Ätherleibes, die aber sich als irgendwelche ursprüngliche Komponenten verbinden mit dem physischen Leibe. Dieser Flüssigkeitsmensch ist da nun durchsetzt von den ätherischen Kräften. Das sind die peripherisch wirkenden Kräfte, die überallher wirkenden Kräfte. Dann haben wir den astralischen Leib, den wir so zu betrachten haben, daß wir mit einer räumlichen Betrachtung gar nicht auskommen können, daß wir uns klarwerden müssen, den Astralleib müssen wir rein qualitativ betrachten, bei dem kann eine quantitative Betrachtung uns überhaupt nichts bieten. Ihn müssen wir uns vorstellen wirklich als gelegen in einer Welt, die nicht die räumliche Welt ist, wie wir sie zunächst kennen, sondern die außerhalb dieser räumlichen Welt liegt.
Cite:
GA 316/1924-01-03/p005 · edition original