{"corpus":"steiner","locus":"GA 316/1924-04-21/p019","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nehmen Sie einen Quarzkristall. Ja, das ist ein irdisches Ding. Ja, warum ist das ein irdisches Ding? Ein pedantisch seine Form festhaltendes Ding, der Quarzkristall. Der Quarz hat seine Form durch innere Kraft; und wenn Sie ihn mit dem Hammer zerhauen, behalten die einzelnen Teile noch immer die Tendenz, sechseckig-prismatische, geschlossene, doch sechseckige Pyramiden zu sein. Diese Tendenz ist da. Sie kriegen diese Tendenz ebensowenig aus dem Quarz heraus, wie Sie aus manchem Menschen, der pedantisch ist, die Pedanterie herauskriegen. Sie können einen pedantischen Menschen auch atomisieren, er wird noch immer pedantisch sein. Der Quarz läßt sich nicht so weit bringen, daß der Kosmos etwas machen kann aus seinen Kräften. Daher lebt er nicht. Würde man den Quarz so weit pulverisieren, daß er in den Teilen nicht mehr die Tendenz hätte, sich in dem Teil nach den eigenen Kräften zu richten, würde ein Lebendig-Kosmisches aus dem Quarz herauswachsen. Das ist der Fall bei der Samenbildung. Da wird die Materie so weit herausgetrieben, daf der Kosmos mit seinen Ätherkräften eingreifen kann. Man muß die Welt anschauen als ein fortwährendes Hineinkommen ins Chaos und wieder Herauskommen aus dem Chaos. Das, was im Quarz ist, ist auch einmal aus dem Kosmos hervorgegangen, aber es ist geblieben, es ist ahrimanisch geworden. Es exponiert sich nicht mehr den kosmischen Kräften. Sobald es ins Lebendige hineingeht, muß immer wieder durch das Chaos hindurchgegangen werden.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Erster Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-04-21","location":null,"word_count":228,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/316/1924-04-21/p019","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/316/1924-04-21/p019"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/316/1924-04-21/p019"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}