Vierter Vortrag
Erstens, warum ist das überhaupt in der Menschennatur möglich, daß eine Tendenz bestehen kann, den Stoff zu seiner eigenen Wirksamkeit innerhalb des Menschen zu bringen? Wenn das nicht der Fall wäre, hätte nie die Mondenentwickelung eingreifen können. Sie greift gerade ein, wenn das, was im Menschen an Stoffen ist, sich selber folgen will. Dann ergreifen die Mondenkräfte diese Stoffkräfte und bewirken gerade als Mondenkräfte im Menschen die Gestalt. Alles, was im Menschen durch die Gestalt auftritt, ist durchdrungen von den Mondenkräften. So wie der Saturn der Durchwärmer, die Sonne der Durchrhythmisierer, so ist der Mond der Gestalter des Menschen. Nun, sehen Sie, so ist es im ganzen Menschen. Denken Sie nur einmal an das, was ich immer betone. Unser Gehirn hat nicht sein eigenes Gewicht. Wenn wir es herausnehmen, hat es ein Gewicht von ungefähr 1500 Gramm; im Körper drinnen hat es nur ungefähr 20 Gramm, weil jeder Körper nach dem Archimedischen Prinzip so viel an Gewicht verliert, als die verdrängte Wassermasse wiegt. Nun, das Gehirn verdrängt, da es selber in der Gehirnflüssigkeit schwimmt, einen Teil des Gehirnwassers, es erleidet einen Auftrieb und drückt nur mehr mit ungefähr 20 Gramm auf seine Unterlage. So geht es mit allem. Es handelt sich eben darum, daß die Kräfte da sein müssen im Kosmos, die den Menschen bis zu dem Grad, wo es notwendig ist für die Stoffe, die er in sich trägt, das Gewicht nehmen. Das Gewicht muß geregelt werden, und in dem eigenen Stoffgewicht und seiner Regelung durch den Kosmos liegt das Dritte. Also, ob Sie nun untersuchen, was immer im Stoffwechsel wirkt, ob irgend etwas Stoffliches auftritt unter dem Einfluß seines eigenen Gewichtes, oder ob das Gewicht sich einreiht in das Gewicht des Kosmos, Sie untersuchen die Ordnung der göttlich-geistigen Welt nach dem Gewicht, und so haben Sie das Dritte:
Cite:
GA 316/1924-04-24/p015 · edition original