Dritter Vortrag
Die Art und Weise, wie sich nun die Ich-Organisation und der astralische Leib im Wachzustande im physischen Leib und Ätherleib verhalten, muß richtig angesehen werden, wenn man überhaupt einen realen Begriff über sogenannte Geisteskranke haben will. Es ist unerläßlich, daß man diese Eingliederung des astralischen Leibes und des Ichs in den physischen Leib und ätherischen Leib ihrem Wesen nach kennt, wenn man überhaupt einen vernünftigen Gedanken fassen will über eine sogenannte Geisteskrankheit. Nun, sehen Sie, gewöhnlich glauben auch die Anthroposophen — nicht weil die Anthroposophie, die sehr präzise in ihren Formulierungen vorgeht, dazu Veranlassung gibt, aber weil man eben alte Denkgewohnheiten hat -, gewöhnlich glauben auch die Anthroposophen: wenn der Mensch aufwacht, gehen halt sein astralischer Leib und die Ich-Organisation über in den physischen und ätherischen Leib, verbinden sich so, wie sich Wasserstoff und Sauerstoff verbinden. So ist es nicht. Wenn man die Sache hellseherisch anschaut, so ist es so (siehe Tafel 4): wenn man hier den physischen Leib, hier den ätherischen Leib hat, so kommt der astralische Leib allerdings hinein und auch die Ich-Organisation kommt hinein; das kommt alles hinein und man sieht diesen Übergang. Aber dieser Übergang, der also darin besteht, daß der astralische Leib und die Ich-Organisation den physischen und AÄtherleib ergreifen, das ist nicht alles. Und hier beginnt eben, möchte ich sagen, eine Tatsache des menschlichen Lebens, die von außerordentlicher Wichtigkeit ist.
Cite:
GA 317/1924-06-27/p006 · edition original