Curative Education

GA 317/1924-07-04/p008 ·1924-07-04 · original (original)

Man muß schon ein gewisses Auge haben für das, was in der Folgezeit daraus entstehen kann, was in der Welt vorgeht. Deshalb ist es für den Arzt wie für den Erzieher noch viel notwendiger, als daß er seine Prinzipien kennt - die eine Selbstverständlichkeit sein müssen -, daß er sich einen Sinn aneignet für das, was in der Welt vorgeht. Sehen Sie, man muß in dieser Beziehung nicht so sein wie der Staatsanwalt Wulffen, man muß so sagen können: Es ist natürlich ungeheuer viel abhängig davon, wie die ganze Umgebung eines Menschenkindes ist, wenn dieses Menschenkind aufwächst. - Sehen Sie, nehmen Sie einmal den folgenden Fall an: ein Kind hat diese Eigenschaft, die ich bezeichnet habe mit Zungenschnalzen in jedem Moment, wenn es sich etwas angeeignet hat. Nun, diese Freude an Aneignen im Intellektuellen, die wandelt sich, so um die Zeit des Zahnwechsels herum, in eine deutlich bemerkbare Eitelkeit, Eitelkeit auch für die andern Dinge. Es hat etwas Bedenkliches, wenn um die Zeit des Zahnwechsels wie autochthon herauswächst die Gier, besonders sich zu kleiden. Diese Dinge muß man beachten.

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