Erster Vortrag

GA 318/1924-09-08/p012 ·1924-09-08 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Hier müssen wir einen wichtigen Begriff feststellen. Im gewöhnlichen Leben haben wir die drei Bewußtseinszustände des Wachens, Träumens und Schlafens. In dem Augenblick, wo wir mit einer wirklich therapeutischen Maßnahme herankommen, greifen wir ein in das Bewußtsein. Wir greifen mehr oder weniger ein, je nachdem die therapeutische Maßnahme ist. Aber dieses Eingreifen geschieht niemals in einer so unmittelbaren Weise im sogenannten normalen Verlaufe des Lebens. Ißt der Mensch bloß, gibt er sich bloß der gewöhnlichen Nahrungsmittelaufnahme hin, dann laufen fort, wenn es sich eben um eine gewöhnliche Nahrungsmittelaufnahme handelt, sein Wachen, Träumen, Schlafen in normaler Weise, höchstens daß man irgendwie mit der Diät eingreift — da ist aber schon die Grenze verschiebbar — auf den Organismus, um einen gesünderen Schlaf herbeizuführen, als er vorhanden ist. Aber es beginnt da schon das Therapeutische.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/318/1924-09-08/p012.json
Cite: GA 318/1924-09-08/p012 · edition original