{"corpus":"steiner","locus":"GA 318/1924-09-09/p010","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Es kann aber auch so sein, daß zunächst der physische Leib und der Ätherleib in einer Art normalem Zusammenhang sind, daß auch noch der astralische Leib verhältnismäßig drinnensitzt, daß aber die Ich-Organisation in einer gewissen Weise nicht ordentlich im astralischen Leibe drinnensitzt (Tafel 2, Mitte). Wir haben dann eine Unregelmäßigkeit, die uns zunächst in der wachen Organisation entgegentreten kann. Der Mensch kommt mit seiner Ich-Organisation nicht gut in seinen astralischen Leib hinein. Dadurch ist sein Empfindungsleben durchaus gestört. Er kann sogar sehr lebhaft Gedanken bilden, denn die Gedanken überhaupt hängen von dem normalen Zusammenhang des astralischen Leibes mit den anderen Leibern ab. Aber ob mit diesen Gedanken auch die Sinnesempfindungen in der entsprechenden Weise erfaßt werden, das hängt davon ab, daß die Ich-Organisation normal mit den anderen Gliedern der menschlichen Wesenheit verbunden ist. Ist das nicht der Fall, hängt sozusagen die Ich-Organisation nicht ordentlich mit den anderen Gliedern der menschlichen Wesenheit zusammen, dann werden die Sinnesempfindungen verblassen. In demselben Maße, in dem die Sinnesempfindungen verblassen, in demselben Maße werden die Gedanken intensiver. Fast gespenstisch treten sie auf, nicht so rein, wie wir sie sonst haben. Das Seelenleben eines solchen Menschen verfließt so, daß seine Sinnesempfindungen etwas Verschwindendes, Nebelhaftes haben, dafür aber die Gedanken etwas Lebendiges, Intensiviertes, Koloriertes haben, das fast den Eindruck schwacher Sinnesempfindungen hervorruft.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zweiter Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-09-09","location":null,"word_count":215,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/318/1924-09-09/p010","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/318/1924-09-09/p010"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/318/1924-09-09/p010"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}