{"corpus":"steiner","locus":"GA 318/1924-09-11/p010","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Der Ätherleib hat damit vollauf zu tun in den ersten sieben Lebensjahren; er entwickelt daher ruhig jene Fähigkeiten, die er in den zweiten sieben Lebensjahren enthält, selbständige Fähigkeiten des Ätherleibes, die mehr nach dem Intellekt hingehenden Gedächtnisfähigkeiten. Wer dafür ein Auge hat, sieht die größte Verwandlung im Seelenleben, wenn der erste Lebensabschnitt von sieben Jahren in den zweiten übergeht. Der Ätherleib wird entlastet von seiner Arbeit, die er leisten mußte im vollen Sinn des Wortes in der Ausarbeitung des zweiten Leibes. Er wird entlastet; und wie er entlastet wird, man sieht es genau erst ein, wenn man eben weiß, daß der Mensch nicht mit vierzehn Jahren wieder Zähne bekommt, sondern daß die bleiben, die er hat, daß aber auch noch anderes bleibt in der physisch-materiellen Natur. Das, was da bleibt, was aber in den ersten Lebensjahren auch ersetzt werden muß, das entlastet den Ätherleib, wird frei im Ätherleib. Es ist quantitativ ein Kleines, qualitativ aber etwas ungeheuer Wichtiges. Das ist das, was dann als seelische Eigenschaften ungeheuer wirksam wird. Was der Mensch erspart dadurch, daß er sich keine dritten Zähne anzuschaffen hat, dadurch, daß er manches andere, was in derselben Weise von der Evolution behandelt wird wie die Zähne, nicht neu zu bilden hat, dadurch bleibt etwas übrig vom Ätherleib. Was da übrig bleibt - in den ersten sieben Lebensjahren hineingeflossen ist in die physische Entwickelung -, bleibt jetzt übrig von der physischen Entwickelung, wirkt rein seelisch, wie es ist seiner Wesenheit nach. Mit den Fähigkeiten, an die Sie in der Schule als Lehrer appellieren, die Sie ausbilden, hat das Kind die große Wandlung der Milchzähne in die zweiten Zähne vollzogen und manches andere. Mit den Kräften, die das Kind erspart, weil es keine dritten Zähne zu bilden hat, mit denen fängt es an, die Fähigkeiten der Seele zu entwickeln. Das geschieht in den Tiefen der menschlichen Natur, so daß das Seelische für die ersten sieben Lebensjahre ganz drinnensteckt in der physischen Entwickelung, die wir ebenso als geistig-seelisch wie als physisch-leiblich aufzufassen haben. Wir sehen ein Geistiges wirksam in dem Leibe in den ersten sieben Lebensjahren des Menschen, im vollsten Sinne des Wortes.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Vierter Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-09-11","location":null,"word_count":353,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/318/1924-09-11/p010","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/318/1924-09-11/p010"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/318/1924-09-11/p010","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}