Vierter Vortrag
So arbeiten wir in der ersten Lebensepoche ausschließlich mit demjenigen, was uns von der Sonne zukommt, und wenn wir das Kind in der Schule haben zwischen Zahnwechsel und Geschlechtsreife, so sind es die Sonnenkräfte, die für das Seelische frei geworden sind. Das ist ja das Große, das Gewaltige im Einsehen der menschlichen Entwickelung, daß man es beim Kinde zwischen Zahnwechsel und Geschlechtsreife, wenn man so seine Seele bildet, mit lauter Sonnenkräften zu tun hat. Die kindliche Seele ist ja so verwandt mit demjenigen, was im Sonnenschein lebt, daß einem das Herz aufgehen kann bei einer solchen Erkenntnis, eine solche Erkenntnis, die doch wirklich Licht verbreitet über dasjenige, was zwischen Mensch und Kosmos vorgeht.
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GA 318/1924-09-11/p013 · edition original