Fünfter Vortrag
Jetzt haben wir das Zweite. Wir haben das Hereinziehen von Ich und astralischer Organisation durch den Ätherleib. Der Mensch schnappt ganz stark mit Ich und astralischem Leib und Ätherleib in die physische Organisation ein, aber diese physische Organisation kann in den einzelnen Organen die Dinge nicht aufnehmen. Es bleibt unversorgte Astralität in allen möglichen Organen zurück, die sich nicht recht mit den Organen verbindet. Es tritt das pathologische Spiegelbild ein von dem, was wir kennengelernt haben als das zweite Stadium bei den anderen, jenes zweite Stadium, wo gewissermaßen die Sinnesempfindungen von innen angeregt werden, die Strömung von innen nach den Sinnen hingeht. Jetzt geht sie nach innen, nach den Organen beim Spiegelbild, jetzt ergreift sie die Organisation, es treten ein diejenigen Zustände, die immer eintreten, wenn ein physisches Organ oder ein Ätherorgan da ist und durchflutet wird vom astralischen Leib, von der Ich-Organisation, und diese sich nicht so verbinden können, daß man etwa von einer gesättigten Verbindung des physischen Leibes mit dem Äther- und Astralleib sprechen kann. Es ist etwas übrig in den Organen von den höheren Organgliedern. Das, was sich sonst hineinergießt in die sinnesähnliche, in die sinnesmäßig kolorierte Vision, die Offenbarung sein kann der geistigen Welt, das ergießt sich jetzt nach innen, will auffangen das Organ. Statt daß es sonst, mehr äußerlich, das Geistige gegenüber dem Sinnlichen auffaßt, ergießt es sich nach innen, fängt auf das Organ, äußert sich in Krampfzuständen, in all den Formen, die bei der eigentlichen oder maskierten Epilepsie auftreten, äußert sich eben darin, daß Ich-Organisation und astralische Organisation zu stark hinunterschnappen in die physische Organisation, die dann den Ätherleib mit sich zur Verbindung hinreißt. Wir sehen jetzt durchaus die Möglichkeit, daß der erste Zustand, den ich beschrieben habe, sich hineinentwickelt in diesen zweiten, und oftmals tritt gerade das im Leben ein, was verhindert werden sollte durch die Verbreitung einer echten Pastoralmedizin. Man bemerkt den ersten Zustand nicht, findet ihn interessant. Man bemerkt erst den zweiten Zustand, wenn er eintritt, wo Krämpfe, epileptische Erscheinungen eintreten, wo dann aber nicht die Hypertrophie der Erinnerung in die Details, auch nicht die Hypertrophie des inneren Willensimpetus eintritt, sondern dadurch, daß die astralische Organisation und die Ich-Organisation nach innen gestoßen werden, durch das Nichtzusammenstimmen der astralischen Organisation mit gewissen Organformen, jetzt Erinnerungs-Auslöschung eintritt. Statt daß die Erinnerung wie im vorhergehenden Zustand an die Details anhaftet und die Details nur nicht beherrscht waren von Logik, sondern eine fortlaufende, in willkürlichen Assoziationen sich abspielende Erinnerungsströmung da ist, eine logiklose Erinnerungsströmung, sehen wir jetzt unterbrochene Erinnerung; es bleiben Erinnerungsstellen aus. Es kann so weit gehen, daß uns ein solcher Patient zeigt etwas wie zwei Arten von Bewußtsein. Die Erinnerung heftet sich zum Beispiel an die oberen Organe — denn an der Erinnerung, an dem Gedächtnis ist der ganze Mensch beteiligt -, haftet an die oberen Organe, bleibt aus für die unteren Organe und umgekehrt. In dem anderen Teil der rhythmischen Abfolge — denn rhythmisch können solche Dinge abfolgen - ist es umgekehrt, die oberen Organe werden untätig bei der Erinnerung, die unteren Organe werden tätig, und so laufen zwei Bewußtseinsströmungen bei einem solchen Menschen nebeneinander her. In dem einen Bewußtseinszustand erinnert er sich immer an alles dasjenige, was in diesem Bewußtseinszustand abgelaufen ist, im anderen erinnert er sich an das andere; aber er weiß nie in dem einen Bewußtseinszustand, was Inhalt des anderen Bewußtseinszustandes war. In diese Region geht es dann hinunter.
Cite:
GA 318/1924-09-12/p012 · edition original