Fünfter Vortrag
Sehen Sie, da haben wir das Spiegelbild, das pathologische Spiegelbild desjenigen, was, nun gebrauchen wir den Ausdruck, beim Heiligen, damit wir einen Terminus haben — die heutige Medizin hat keinen Terminus für diesen Zustand -, was beim Heiligen im zweiten Zustand eintrat. Der bekommt eine Welt um sich, die visionär ist, aber einen geistigen Inhalt hat, er lebt sich in die geistige Welt hinaus, bekommt innerliche Eindrücke von der geistigen Welt. Der andere, der Pathologische, ist, weil in seinem Karma eine schwache Individualität liegt, so, daß er vom Körperlichen angezogen wird, er bekommt anstelle der geisttragenden Visionen Krampfzustände, durchbrochene Bewußtseinsvorstellungen, Inkohärenz des fortlaufenden Lebens und so weiter.
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GA 318/1924-09-12/p013 · edition original