Fünfter Vortrag

GA 318/1924-09-12/p020 ·1924-09-12 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Auf der anderen Seite aber kann das zweite Stadium, das ich Ihnen geschildert habe, durchaus in das dritte übergehen, und das zeigt sich dann, wenn schon in der ersten Lebensepoche des Menschen zwischen Geburt und Zahnwechsel nicht bloß die zweite Epoche hereinleuchtet, sondern schon die dritte, diejenige, in der der Mensch seine Ich-Organisation hereinnehmen soll. Wenn uns ein Kind entgegentritt mit Eigenschaften im vierten, fünften Lebensjahr, die oftmals das Entzücken der Umgebung hervorrufen, weil man sagt: der redet oder tut wie ein Zwanzigjähriger — schlimm genug, wenn es so ist. Denn dann tritt eben dasjenige ein, daß die Ich-Organisation zu früh sich entwickelt, den physischen Leib überwältigt und schwach macht. Dann tritt nicht der karmisch vermittelte, sondern im Leben akquirierte Blödsinn ein, der sich karmisch erst später ausgleichen kann; der Blödsinn aber, er tritt im späteren Leben ein. Wenn wir mit verständigem Sinn, mit einer guten Pastoralmedizin hinblicken auf das Leben, werden wir ihn dadurch beherrschen lernen können, indem wir einfach die Erziehung in der richtigen Weise gestalten im Frühstadium des Betreffenden.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/318/1924-09-12/p020.json
Cite: GA 318/1924-09-12/p020 · edition original