Achter Vortrag

GA 318/1924-09-15/p015 ·1924-09-15 · original (original)
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Wenn man so allmählich hinüberkommt durch das Ätherische, in das man sich zuerst eingelebt hat, in das Ergreifen des physischen Leibes in der peripheren Richtung gegen die Sinne hin, erscheint einem alles Leben, das von der Sonne aus einströmt, gewiß auf der einen Seite dadurch, daß es trägt auf seinen Wegen das vergangene Karma, es erscheint einem dadurch mit manchem Vorwurf, mit manchem, was den Menschen beunruhigt. Aber weit bedeutsamer als alles dasjenige, was den Menschen so beunruhigt in seinem Karma, wenn er wirklich zu dieser Anschauung kommt, ist alles dasjenige, was ihm das Wissen gibt: Durch deine Vergangenheit bist du dennoch das geworden, was du jetzt bist. Das, was man in seinem Inneren trägt, trägt man viel reichlicher in sich, wenn man den Einzug der Sonne auf dem Wagen der Sinnes-Nervenwege wahrnimmt. Aber so, wie man sich vom Karma abstrahiert und sich hingibt dem Einströmen der geistigen Sonnenkräfte, tritt eine unendliche Beglücktheit im Empfangen des Sonnlichen auf und man hat das Gefühl, das Sonnliche ist so, daß man es in sich fortdauernd wünschen muß, daß man es begehren muß. Das Sonnliche ist dasjenige außerdem, was in Liebe in uns einzieht, wenn wir es wünschen, und dasjenige, was wir in abgeschwächter Weise im physischen Leben als Leben und Weben in Liebe erkennen. Das geschieht im Austausch der menschlichen Innenwelt mit den Sonnenwirkungen, die sich in Liebe in den Menschen hineinergießen und alles dasjenige, was wachsend und sprießend und gedeihend wirken will im Menschen, zieht mit diesen in Liebe lebenden Sonnenstrahlen in den Menschen ein. Denn da ist die Liebe nicht bloß eine seelisch-geistige Kraft, da ist sie die Kraft, die alles Physische zum Wachstum, zum Sprießen und Sprossen aufruft, was dem Menschen wohltuend, beglückend in jeder Einzelheit ist, wenn er es wirklich schätzen kann, das er aber aus seinem unmittelbaren Schauen bekommt.

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