Neunter Vortrag

GA 318/1924-09-16/p007 ·1924-09-16 · original (original)
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Dehnen wir die Betrachtung noch aus bis zum Ätherleib, so ergibt sich für den Ätherleib, daß er während des Schlafzustandes nur solche Prozesse ausführen kann, die sonst im Pflanzenreich vor sich gehen. Wenn der astralische Leib und das Ich in diesen Ätherleib untergetaucht sind, werden immer wiederum diese Prozesse auf ein höheres Niveau gerückt. Aber wenn sie vom Einschlafen bis zum Aufwachen gehen, gehen sie vor sich wie im Pflanzenreich, sind also wieder nicht angepaßt dem menschlichen Organismus, sondern fordern einen Ausgleich durch den astralischen Leib und das Ich. Bleibt ein Rest, der nicht verbraucht wird, dann sind wiederum krankmachende Ursachen da. So daß wir sagen können: Der Schlaf kann uns belehren darüber, wie im menschlichen Organismus die krankmachenden Ursachen eigentlich entstehen; denn diese krankmachenden Ursachen sind im Grunde genommen die normalen Vorgänge des Schlafes, die zu gleicher Zeit die Grundlage für das geistig-seelische Leben des Menschen sind. — Und das ist das Geheimnis der Welt, daß überall, wo man in die Realität hineinkommt, die Dinge nach zwei Seiten gehen. Auf der einen Seite liegt im Schlafzustand des physischen und ätherischen Leibes die Grundlage für des Menschen geistige Entwickelung, auf der anderen Seite liegt durch ganz dieselben Vorgänge die Grundlage für das Krankwerden. Damit ist wiederum das Krankwerden in die geistige Entwickelung unmittelbar hineingeleitet, und wir können sagen: Wenn wir studieren dasjenige, was im physischen und Ätherleib des Menschen wirkt, so ist es eigentlich beim Schlaf im Grunde genommen die Basis der Pathologie.

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Cite: GA 318/1924-09-16/p007 · edition original