Zehnter Vortrag
Wir stellen uns mit unserem Atmungsrhythmus in unser ganzes Menschenleben so hinein, daß wir es regeln nach dem Rhythmus 25 920. Wir kommen an bei demjenigen, was nun so in diesem Menschenleben drinnensteht, wie der Atmungszug im Tage steht. Nun, was steht denn in den zweiundsiebzig Jahren, in den 25 920 Tagen so drinnen, wie der Atmungszug, die Ein- und Ausatmung im Atmungszug drinnensteht? Was steht da so drinnen? Wir haben erstens Ein- und Ausatmung. Die erste Phase des Rhythmus. Wir haben zweitens: während des Tages, da stellen wir uns hinein in das Leben, erleben im Leben auch etwas 25 920 mal. Was denn? Schlafen und Wachen. Wir kommen zum zweiten: Schlafen und Wachen. Das wiederholt sich, der Wechselzustand von Schlafen und Wachen im Laufe des Menschenlebens 25 920 mal, ebenso wie sich das Einatmen und Ausatmen 25 920 mal im Laufe eines Tages, während eines Sonnenumganges wiederholt. Aber bedenken Sie, was ist denn dann Einschlafen und Aufwachen, Einschlafen-Aufwachen, Einschlafen-Aufwachen? Jedesmal, wenn wir einschlafen, atmen wir nicht bloß Kohlensäure aus, sondern wir atmen aus als physischer Mensch unseren astralischen Leib und unser Ich. Beim Aufwachen atmen wir es wieder ein. Das ist ein längerer Atemzug, der vierundzwanzig Stunden, ein Tag dauert. Das ist ein zweites Atmen, das sich in demselben Rhythmus bewegt. Wir haben also das kleinste Atmen, das im gewöhnlichen Ein- und Ausatmen besteht. Wir haben das größere Atmen, wo der Mensch schon in die Welt hinauswächst, dasjenige, was sich im Schlafen und Wachen auslebt.
Cite:
GA 318/1924-09-17/p016 · edition original