{"corpus":"steiner","locus":"GA 319/1923-09-02/p003","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Natürlich muß mein erstes Wort sein, meine sehr verehrten Anwesenden, daß ich Sie um Entschuldigung bitte, nicht in Ihrer Sprache sprechen zu können, sondern daß ich zu Ihnen deutsch sprechen werde, was übersetzt werden muß, und daher für die verehrten Zuhörer das Anhören etwas mühevoll wird sein müssen. Aber da ich die englische Sprache nicht in der Weise beherrsche, wie es nötig wäre zu einem Vortrage, so muß das eben so verlaufen. Ich bin einigen Freunden, vor allen Dingen Mrs. Larkins, sehr dankbar dafür, daß ich im Anschluß an die geisteswissenschaftlichen Vorträge, die ich in Sommerkursen in Ilkley und in Penmaenmawr habe halten dürfen, nun auch an diesen Abenden zu Ihnen über etwas sprechen darf, was in unserer geisteswissenschaftlichen Bewegung aufgetreten ist als eine Art medizinische Bewegung, nicht etwa - das bitte ich wirklich durchaus zu berücksichtigen - in irgendeiner Opposition gegen die offizielle Wissenschaft, gegen die offizielle Medizin, sondern durchaus in der Absicht, dasjenige, was an großen Einsichten, an großen Fortschritten in der gegenwärtigen Wissenschaft vorhanden ist, durch geisteswissenschaftliche Anschauung weiterzuführen. Es ist auch innerhalb der geisteswissenschaftlichen Bewegung, die, bevor solche wissenschaftliche Strömungen in ihr zur Geltung gekommen sind, durchaus sich mehr mit den allgemein menschlichen, künstlerischen, religiösen, sittlichen, pädagogischen Fragen und dergleichen befaßt hat, nicht etwa so gewesen, daß die Absicht bestanden hat, einmal auch agitatorisch etwa auf dem medizinischen Gebiete aufzutreten, sondern es haben sich in diese geisteswissenschaftliche Bewegung auf dem Kontinente auch Ärzte gefunden, Ärzte, die trotz ihrer durchaus wissenschaftlichen Überzeugung ihre Seelenbedürfnisse zunächst glaubten innerhalb dieser geisteswissenschaftlichen Bewegung befriedigen zu können. Und dasjenige, was ihnen da als eine Art Erforschung der über die physisch-sinnliche Welt hinausliegenden geistigen Welt entgegentrat, das führte sie einfach dazu, nach und nach zu glauben, daß manche von den großen Zweifeln, manche von den großen Fragen, die innerhalb der medizinischen Wissenschaft der Gegenwart sich dem praktischen Arzt ergeben, gerade auf diesem Felde befriedigende, ich will nicht sagen, sogleich Lösungen, aber befriedigende Weiterführungen finden können.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zweiter Vortrag","site_heading":null,"date":"1923-09-02","location":null,"word_count":323,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/319/1923-09-02/p003","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/319/1923-09-02/p003"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/319/1923-09-02/p003","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}