Dritter Vortrag
Wenn Sie diesen Prozeß verfolgen, der also ein Abbauprozeß ist, und Sie gehen dann vom Menschen hinaus in den großen kosmischen Prozeß, so haben Sie da draußen dieselben Vorgänge. Und zwar haben Sie den Vorgang, der sich heute im Menschen abspielt, aber nur sich aufhält -— wenn ich mich so ausdrücken darf - im Status nascendi, im Moment des Entstehens, diesen Prozeß, der sich abspielt im Abbauen des materiellen Prozesses, der dem Nervensystem zugrunde liegt, diesen Prozeß, der aber nur aufgehalten wird im Status nascendi, den haben Sie kosmisch in der Natur draußen vorhanden beim Entstehen der Kieselsäure, überall, wo sie in der Natur auftritt. Wenn Sie daher in der richtigen Art ein Präparat herstellen aus der Kieselsäure, die draußen im Kosmos denselben Prozeß vorstellt, nur daß da der Prozeß fortgeht und dann in einem späteren Punkte zum Stillstand kommt, während er im menschlichen Haupte im Status nascendi aufgehoben wird, wenn Sie diesen Prozeß, der da draußen ist, in der entsprechenden Weise nun zum Präparat verwerten und das dem Menschen in der geeigneten Weise beibringen, dann nehmen Sie einem Körper, der in einer Weise in seinem Ätherleib schwach geworden ist, diesen Prozeß nicht durchführen kann, durch das Heilmittel diesen Prozeß ab. Nun hat die Kieselsäure das Merkwürdige, daß, wenn wir sie durch die Substanzen, die wir ihr beimischen, und durch die Prozesse, durch die wir sie verarbeiten, wenn wir sie im gesamten menschlichen Organisationsprozesse zum Kopfe bringen, sie da tatsächlich dem Menschen dasjenige abnehmen kann, was er deshalb, weil eine organische Schwächung vorliegt, nicht durch seine inneren Organisationskräfte ausführen kann.
Cite:
GA 319/1923-09-03/p037 · edition original