Dritter Vortrag

GA 319/1923-09-03/p047 ·1923-09-03 · original (original)
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Wir wagen es, von einer latenten Wärme zu sprechen und von einer Wärme, die erscheint, von einer erscheinenden Wärme. Wir wissen, daß durch gewisse Prozesse eine gebundene Wärme frei gemacht werden kann, herauskommt aus der Substanz, in der sie gebunden war, latent war. Wir wagen es nur heute noch nicht, in derselben Weise davon zu sprechen, daß im Kinde allmählich das bewußte Vorstellungsleben aus dem unbewußten Vorstellungsleben herausgetrieben wird, und daß dieses unbewußte Vorstellungsleben im Kinde am allerlebendigsten an der Plastik des ausgeschiedenen Materiellen arbeitet, um das Nervensystem durch seine plastizierende Kraft zustande zu bringen. Diese plastizierende Kraft dauert dann das ganze menschliche Leben fort, ist am stärksten in der Kindheit. Und wir sehen dadurch auf das erste Übersinnliche im Menschen.

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