Achter Vortrag
In dem einleitenden Vortrage habe ich versucht auseinanderzusetzen, wie durch die von der Anthroposophie gepflegte Erkenntnisart der Mensch nach seiner Totalität, nach seiner Gesamtwesenheit — nach Leib, Seele und Geist — durchschaut werden soll. Wie man nur dann zu einer inneren Erkenntnis der gesunden und kranken Zustände in der menschlichen Wesenheit kommen kann, wenn man diese ganze Natur des Menschen ins Auge faßt, das versuchte ich ferner zu zeigen; und wie man dadurch, daß man kennenlernt die realen Beziehungen desjenigen, was im Menschen vor sich geht, zu den äußeren Vorgängen und substantiellen Verhältnissen in der Natur, nun auch dazu gelangt, eine unmittelbare Verbindungsbrücke zu schlagen zwischen dem Pathologischen und dem Therapeutischen.
Cite:
GA 319/1924-07-21_02/p003 · edition original