{"corpus":"steiner","locus":"GA 319/1924-07-21_02/p023","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nehmen wir einen anderen Fall: Wir hätten es mit irgendwelchen Störungen im Verdauungssystem zu tun, Störungen, wie man sie etwa zusammenfaßt unter dem Namen Dyspepsie oder dergleichen. Indem man wieder so geisteswissenschaftlich vorgeht, wie ich es charakterisiert habe, wird man durchschauen können, daß es sich vorzugsweise um eine fehlerhafte, nicht stark genug wirkende Ich-Organisation handelt. Warum wirkt diese Ich-Organisation nicht stark genug? Das ist jetzt die Frage. Und wir müssen irgendwo im Funktionieren des menschlichen Organismus suchen, was da zugrunde liegt, daß die Ich-Organisation nicht stark genug wirkt. Wir werden in bestimmten Fällen finden, daß eine mangelhafte Gallenabsonderung vorhanden ist. In solchem Falle müssen wir der Ich-Organisation dadurch zu Hilfe kommen, daß wir ebenso, wie wir es vorher mit dem Equisetum gegenüber der Nierenfunktion getan haben, es nun gegenüber der Gallenabsonderungsfunktion auch dazu bringen, dem Organismus irgend etwas zuzuführen, was, wenn es durch seine Zusammensetzung an seinen richtigen Platz kommt, einer zu schwach wirkenden Ich-Organisation hilft. Ebenso wie wir finden, daß der Kieselsäureprozeß, wenn er in der richtigen Weise — als der Prozeß, der dem normal funktionierenden Nerven-Sinnessystem zugrunde liegt - in die Niere eingeführt wird, ihre Sinnesfähigkeit hebt, so finden wir, daß Prozesse wie die Gallenabsonderung, die vorzugsweise der Ich-Organisation entsprechen, nun zusammenhängen mit einer ganz bestimmten Art, wie — mit anderen im Verhältnis zusammen - Kohlenstoff im Organismus wirkt. Da stellt sich zum Beispiel das Merkwürdige heraus: Wenn wir den Kohlenstoff in der richtigen Weise so in den Organismus einführen wollen, daß wir gerade der Dyspepsie begegnen, dann finden wir, daß der Kohlenstoff, der ja natürlich in jeder Pflanze enthalten ist, gerade im Cichorium intybus so enthalten ist, daß er hindirigiert wird zum Gallenfunktionsorgan. Wenn wir aus Cichorium intybus das richtige Präparat zu gewinnen wissen, dann leiten wir in derselben Art einen gewissen Kohlenstoffprozeß zur Gallenfunktion hin, wie wir mit dem Equisetumpräparat einen Kieselsäureprozeß in die Niere hineinbringen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Achter Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-07-21","location":null,"word_count":310,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/319/1924-07-21_02/p023","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/319/1924-07-21_02/p023"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/319/1924-07-21_02/p023","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1924-07-21"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."},"unit_kind":{"kind":"duplicate_text","base_unit":"GA 319/1924-07-21","note":"The same text as 1924-07-21, served a second time under this id. It is one witness, not two. The German served under this id repeats the German of 1924-07-21: one German text, to be cited at 1924-07-21.","same_lecture_as":"GA 319/1924-07-21","german_repeats":"GA 319/1924-07-21"}}