{"corpus":"steiner","locus":"GA 319/1924-07-21_02/p024","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ich habe Ihnen hier an leicht überschaubaren Beispielen, die auf leichte, unter Umständen auch auf sehr schwere Krankheitsfälle hinweisen können, das Prinzip anzudeuten versucht, wie durch ein geisteswissenschaftliches Durchschauen des menschlichen Organismus auf der einen Seite, der verschiedenen Naturgeschöpfe und ihrer Wechselbeziehungen auf der anderen Seite, zustande kommen kann: Erstens ein Durchschauen des Krankheitsprozesses, zweitens aber ein Durchschauen dessen, was notwendig ist, um den Erkrankungsprozeß, der in einer bestimmten Richtung abläuft, zum Umkehren zu bringen. Das Heilen wird dadurch zu einer durchschaubaren Kunst. Das ist das, was Arzneikunst, Heilkunst, Medizin haben kann von jener wissenschaftlichen Forschungsart, die hier Anthroposophie genannt wird. Das ist durchaus keine Phantasterei. Das ist eigentlich das, was bis zur alleräußersten Exaktheit — wie ich das neulich schon gesagt habe - das Forschen dahin bringt, vor allem den ganzen Menschen zu durchschauen, ihn zu begreifen nach der Seite des Physischen, des Seelischen und des Geistigen. Und im Menschen hängt der gesunde und der kranke Zustand von dem Wirken des Physischen, des Seelischen und des Geistigen ab. Dadurch, daß man den Menschen gliedert nach Nerven-Sinnessystem, rhythmischem System und Stoffwechsel-Gliedmaßensystem, schaut man auch hinein in die verschiedenen Prozesse und ihre Grade. Man lernt erkennen, wie in der Niere Sinnesfunktion vorhanden ist, wenn man erst aufmerksam wird auf das Wesentliche der Sinnesfunktion; sonst sucht man die Sinnesfunktion nur in den gröberen Arten in den gewöhnlichen Sinnen. Dann aber kommt man dahin, Krankheiten als solche zu durchschauen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Achter Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-07-21","location":null,"word_count":236,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/319/1924-07-21_02/p024","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/319/1924-07-21_02/p024"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/319/1924-07-21_02/p024","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1924-07-21"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."},"unit_kind":{"kind":"duplicate_text","base_unit":"GA 319/1924-07-21","note":"The same text as 1924-07-21, served a second time under this id. It is one witness, not two. The German served under this id repeats the German of 1924-07-21: one German text, to be cited at 1924-07-21.","same_lecture_as":"GA 319/1924-07-21","german_repeats":"GA 319/1924-07-21"}}