Achter Vortrag

GA 319/1924-07-21_02/p027 ·1924-07-21 · original (original)
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Im dritten Vortrage wird es meine Aufgabe sein, durch die Betrachtung ganz bestimmter einzelner Krankheitsfälle und ihrer möglichen Heilungen — soweit das hier in populärer Weise auseinandergesetzt werden kann — weiter zu erhärten, was über eine rationelle Therapie bisher schon angedeutet worden ist. Wer durchschauen kann, um was es sich hier handelt, der wird wirklich keine Furcht und Sorge haben vor einem genauen Prüfen dessen, was hier angedeutet ist. Wir wissen, daß es auch mit dieser Sache so sein wird, wie auf dem Gesamtgebiete der Anthroposophie: Schimpfen, abkanzeln und kritisieren werden die Sache zunächst die, die sie nicht im Detail kennenlernen. Mit dem Schimpfen werden dann diejenigen aufhören, die sie im Detail kennenlernen. Deshalb werde ich im nächsten Vortrage noch einiges an Einzelheiten anführen, was zeigen soll, daß man nicht mit Umgehung der modernen Wissenschaft, sondern im vollen Einklange mit ihr aber mit dem Drang, aus geistiger Erkenntnis heraus diese Wissenschaft zu ergänzen — auf dem Gebiete anthroposophischer Medizin vorgehen will. Dann erst, wenn das verstanden wird, wird die Heilkunst auf ihrem richtigen Boden stehen. Denn die Heilkunst hat mit dem Menschen zu tun. Der Mensch ist ein Wesen, das sich gliedert nach Leib. Seele und Geist. Eine wirkliche Medizin kann daher nur bestehen. wenn sie auch eindringt in eine Erkenntnis des Menschen nach Leib, Seele und Geist.

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