Elfter Vortrag

GA 319/1924-08-29/p048 ·1924-08-29 · original (original)
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Man ist in der Naturerkenntnis so weit abgekommen von der Wahrheit auf diesem Gebiete, daß man zwar aus gewissen religiös egoistischen Gründen heraus, weil der Mensch wissen möchte, wie es ihm nach dem Tode geht, von Unsterblichkeit spricht, weil der Mensch aber schon da ist, interessiert ihn das nicht, was vor der Geburt lag oder vor der Konzeption. Will man aber wissenschaftlich sprechen, so muß man ebensogut von Ungeborenheit sprechen wie von Unsterblichkeit, denn erst die Ungeborenheit und die Unsterblichkeit zusammen machen die Ewigkeit aus.

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