Elfter Vortrag

GA 319/1924-08-29/p064 ·1924-08-29 · original (original)
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Sieht man zurück in sehr alte Zeiten, in Zeiten, die eigentlich heute auch nur mit dem Blicke der geistigen Forschung, wie ich ihn gestern charakterisiert habe, zu verfolgen sind, so hat man — ich habe das gestern schon angedeutet — Erkenntnisstätten, die nicht so waren wie unsere Schulen, zu suchen, sondern Erkenntnisstätten, in denen der Mensch erst herangeführt wurde an das Durchschauen der Natur, an das Durchschauen des Menschen, nachdem seine Seele vorbereitet worden ist dazu, auch in das Geistige des Äußerlichen hineinzuschauen. Jene Erkenntnisstätten, die man dann gewohnt worden ist, Mysterien zu nennen, sie waren eben nicht einseitig Schulen, sondern sie waren im Grunde genommen das zugleich, was heute getrennt auftritt in der Welt, sie waren religiöse Kultstätten, sie waren Pflegestätten der Künste, sie waren zur gleichen Zeit Pflegestätten der Erkenntnis auf den verschiedensten Gebieten des menschlichen Lebens.

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