{"corpus":"steiner","locus":"GA 320/1919-12-23/p009","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das Zweite, was heute getan wird, wenn man sich auf dem Felde der Naturforschung betätigt, ist, dass man versucht, entweder durch das vorbereitende Experiment oder durch dasjenige, was sich daran anschließt durch die begriffliche Verarbeitung der Ergebnisse desselben, dass man versucht, zu dem zu kommen, was man die Ursachen der Erscheinungen nennt. Wenn man von denselben spricht, so hat man ja oftmals im Sinne Kräfte, Stoffe - man spricht von der Kraft der Elektrizität, der Kraft des Magnetismus, der Kraft der Wärme und so weiter - man hat auch im Sinne Umfassenderes oftmals. Man spricht davon, dass hinter den Lichterscheinungen oder auch hinter den Elektrizitätserscheinungen so etwas ist wie der unbekannte Äther. Man versucht, aus den Ergebnissen der Experimente auf die Eigenschaften dieses Äthers zu kommen. Sie wissen, alles dasjenige, was über diesen Äther ausgesagt wird, ist außerordentlich strittig. Aber auf eines darf wohl dabei gleich aufmerksam gemacht werden: Man versucht, indem man so, wie man sagt, zu den Ursachen der Erscheinungen aufsteigen will, vom Bekannten in eine Art Unbekanntes hinein den Weg, und man fragt nicht viel darüber nach, welche Berechtigung eigentlich vorliegt, von dem Bekannten in das Unbekannte hineinzukommen. Man gibt sich nur wenig zum Beispiel Rechenschaft darüber, welches Recht eigentlich vorliegt, davon zu sprechen, dass, wenn wir irgendeine Licht- oder Farbenerscheinung wahrnehmen, so ist das, was wir subjektiv als Farbenqualität bezeichnen, die Wirkung auf uns, auf unser Seelisches, auf unseren Nervenapparat, [ist] die Wirkung eines objektiven Vorgangs, der sich im Weltenäther als Wellenbewegung abspielt. Sodass wir eigentlich unterscheiden müssten den subjektiven und den objektiven Vorgang, der in einer Wellenbewegung des Äthers oder in [einer] Wechselwirkung desselben und den Vorgängen in der ponderablen Materie besteht, dass wir eigentlich dieses Zweifache hätten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Erster Vortrag","site_heading":null,"date":"1919-12-23","location":null,"word_count":283,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/320/1919-12-23/p009","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/320/1919-12-23/p009"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/320/1919-12-23/p009","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}