Erster Vortrag

GA 320/1919-12-23/p020 ·1919-12-23 · original (original)
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Das Zweite ist noch immer etwas, was wir ausüben, bevor wir eigentlich an die Natur herankommen. Es ist das, was Gegenstand der Geometrie ist. Was ein Würfel, was ein Oktaeder ist, wie ihre Winkel sind, das machen wir aus, ohne dass wir unsere Beobachtung über die Natur ausdehnen, das ist etwas, was wir aus uns herausspinnen. Dass wir die Dinge zeichnen, ist nur etwas, was unserer Trägheit dient. Wir könnten ebenso gut alles dasjenige, was wir durch Zeichnung veranschaulichen, uns bloß vorstellen, und es ist sogar nützlich, wenn wir uns manches bloß vorstellen und weniger die Leiter der Veranschaulichung benützen. Daraus ergibt sich, dass dasjenige, was wir auszusagen haben über die geometrische Form, aus einem Gebiet genommen ist, das zunächst fern der äußeren Natur steht. Was wir auszusagen haben über einen Würfel, das wissen wir, ohne dass wir es ablesen vom Steinsalzwürfel. Aber es muss sich an diesem auch finden. Wir machen etwas also fern der Natur und wenden es dann auf die Natur an.

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Cite: GA 320/1919-12-23/p020 · edition original