Erster Vortrag

GA 320/1919-12-23/p038 ·1919-12-23 · original (original)
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An einem Beispiele möchte ich Ihnen dies noch klarmachen: So wie wir sagen können, das einfachste Element in der Naturkraftwirkung, das wäre irgendein atomistischer Körper, der imstande ist, ein Gramm in einer Sekunde einen Zentimeter weit zu schleudern, so wie wir das sagen können, so können wir schließlich bei allen Kraftwirkungen davon sprechen, dass von irgendeiner Seite her die Kraft ausgeht und nach irgendeiner Seite hin wirkt. Daher können wir uns gewöhnen - und diese Gewöhnung ist ja auch in der Naturwissenschaft gang und gäbe - für die Naturwirkungen gewissermaßen überall die Punkte aufzusuchen, von denen die Kräfte ausgehen. Wir werden an zahlreichen Fällen sehen, dass wir gewissermaßen Erscheinungsfelder haben werden, und von diesen gehen wir zurück auf die Punkte, von denen die Kräfte ausgehen, die die Erscheinungen beherrschen. Daher spricht man für solche Kräfte, für die man die Punkte sucht, von denen sie ausgehen, damit sie die Erscheinungsfelder beherrschen: Man spricht von Zentralkräften, weil sie immer von Zentren ausgehen. Wir könnten auch sagen: Von Zentralkräften sind wir berechtigt zu reden, wenn wir an einen Punkt gehen, von dem aus ganz bestimmte Kräfte gehen, die ein Erscheinungsfeld beherrschen. Dann aber muss nicht immer dieses Kräftespiel wirklich stattfinden, sondern es kann so sein, dass in dem Zentralpunkt gewissermaßen nur die Möglichkeit vorhanden ist, dass dieses Kräftespiel stattfindet und dass erst dadurch, dass gewisse Bedingungen eintreten in der umliegenden Sphäre, diese Kräfte zur Tätigkeit kommen.

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Cite: GA 320/1919-12-23/p038 · edition original