Die geisteswissenschaftliche Grundlage der sozialen Frage

GA 329/1919-10-14/p066 ·1919-10-14 · original (original)
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Das ist, was der sagen muß, der nicht auf Parteiforderungen, nicht auf Parteiprogramme ein Vorurteil stützt, sondern der unbefangen und ehrlich auf das Leben hinsieht, und es ernst und ehrlich meint mit demjenigen, was man gewöhnlich, aber schlecht verstanden, die soziale Frage nennt. Das ist dasjenige, was zunächst nachgeholt werden muß im Gang der menschlichen Entwickelung: Aufklärung darüber zu verbreiten, in den breitesten Massen aufzuklären, von seiten derjenigen, die diese Aufklärung durch ihre bisherige Bildung, die sie als Erbe übernommen haben, haben ausarbeiten können, Aufklärung in breitesten Massen über das, was nötig ist. Sonst kennen die breiten Massen zwar dasjenige, was sie aus ihren Leidenschaften heraus fordern, aber sie können nicht das durchschauen, was wirklich im Interesse der Menschheit und im Interesse einer sozialen Zukunft gefordert werden kann.

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