{"corpus":"steiner","locus":"GA 33/06_arthur_schopenhauer/p032","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Einen Bundesgenossen im Kampfe für seine Ideen glaubte Schopenhauer in den Naturwissenschaften zu erkennen. Er hat sich auf den Universitäten Göttingen und Berlin neben der philosophischen eine gründliche naturwissenschaftliche Bildung angeeignet und später sich über alle Fortschritte des Naturerkennens eingehend unterrichtet. Auf Grund dieser Studien bildete er sich die Anschauung, die Naturforschung bewege sich in einer solchen Richtung, daß sie einmal bei den Ergebnissen ankommen müsse, die er selbst durch philosophisches Denken gefunden hat. Den Beweis davon versuchte er in der 1836 erschienenen Schrift «Der Wille in der Natur» zu liefern. Alle Naturforschung setzt sich aus zwei Teilen zusammen, aus der Beschreibung der Naturkräfte und aus der Erklärung der Naturgesetze. Die Naturgesetze aber sind nichts anderes als die Vorschriften, die das Vorstellungsvermögen den Erscheinungen gibt. Diese Gesetze können erklärt werden, weil sie nichts sind als die Formen des Raumes, der Zeit und der Ursachlichkeit, die aus dem Wesen deserkennendenSubjektesstammen.DieNaturkräftekönnen nicht erklärt, sondern nur beschrieben werden, wie sie sich der Beobachtung darbieten. Verfolgt man die Beschreibungen, die die Naturforscher von den Naturkräften: Schwerkraft, Magnetismus, Wärme, Elektrizität usw. geben, so sieht man, daß diese Kräfte nichts weiter sind als die Wirkungsformen des Willens auf verschiedenen Stufen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Arthur Schopenhauer","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":194,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/33/06_arthur_schopenhauer/p032","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/33/06_arthur_schopenhauer/p032"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/33/06_arthur_schopenhauer/p032","paragraph_aligned":true}]}